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Gefahren des Winters

Alle Jahre wieder werden insbesondere die Autofahrer vom Winter und den damit zusammenhängenden widrigen Straßen- und Witterungsverhältnissen "überrascht". Die Folge ist alljährlich ein beachtlicher Anstieg der Unfallzahlen, glücklicherweise vorwiegend im Sachschadensbereich oder "nur" mit leichteren Personenschäden.

Indirekte Ursache dafür ist auch die fehlende Vorbereitung auf den Winter. Die Autofahrer sorgen häufig nicht rechtzeitig für eine den winterlichen Verhältnissen angepasste Ausrüstung des Fahrzeugs. Und, was genauso schlimm ist: Sie stellen ihre Fahrweise nicht immer auf die veränderten klimatischen Verhältnisse ein.

Seit 01.05.2006 bestimmt das Gesetz (§2 Abs. 3a StVO): Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen. Hierzu gehören insbesonder eine geeignete Bereifung und Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage.

Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, sollten Sie die nachfolgenden Regeln beachten:

Wintertaugliche Ausrüstung:

    Montieren Sie rechtzeitig Winterreifen, wobei eine ausreichende Profiltiefe Grundvoraussetzung für eine sichere Fahrt auf Schnee und Eis ist. Gerade wenn Sie - beispielsweise aus beruflichen Gründen - jeden Tag auf Ihr Auto angewiesen sind, sollten Sie auf den Sicherheitsgewinn, den Winterreifen mit sich bringen, nicht verzichten.

    Ab einer Profiltiefe von weniger als 4 mm sollten Winterreifen aus Sicherheitsgründen nicht mehr verwendet werden, auch wenn dies rechtlich noch zulässig ist.

    Handbesen, Eiskratzer, Handschuhe und Türschlossenteiser sind wichtige Utensilien während der Wintersaison.

    Lassen Sie die Frostbeständigkeit der Kühlerflüssigkeit Ihres Autos prüfen und ggf. mit Frostschutzmittel sicherstellen, um so einem kapitalen Motorschaden vorzubeugen.

    Frostschutzmittel im Scheibenwaschwasser verhindert ein Gefrieren des Spritzwassers.

    Wischerblätter der Scheibenwischer überprüfen und ggf. auswechseln. Beschädigte Wischerblätter führen häufig zu Schlierenbildung auf der Windschutzscheibe und verschlechtern die Sicht zusätzlich.

    Im Winter wird die Fahrzeugbatterie besonders beansprucht. Lassen Sie die Batterie deshalb rechtzeitig prüfen. Das Mitführen eines Starthilfekabels kann Ihnen unter Umständen sehr zugute kommen.

    Ein Ölwechsel, ggf. mit Verwendung eines dünnflüssigeren Öls, beugt Startschwierigkeiten und erhöhtem Motorverschleiß vor.

    Bei Fahrten in schneereiche Gebiete sollte auch das Mitführen von Schneeketten oder anderen Anfahrhilfen und das Mitführen eines Klappspatens erwogen werden.

Richtiges Verhalten bei winterlichen Straßen- und Witterungsverhältnissen.

    Prüfen Sie bei starkem Schneefall die Möglichkeit der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

    Planen Sie grundsätzlich längere Fahrzeiten ein. Rechtzeitiger Fahrtantritt beugt Zeitdruck vor und schützt dadurch vor unvorsichtiger und riskanter Fahrweise. Rechnen Sie auch mit Stauungen, z. B. vor Steigungs- oder Gefällstrecken oder wegen Unfällen.

    Schalten Sie rechtzeitig das Fahrlicht ein. Genauso wichtig wie das eigene Sehen ist es, von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden. Deshalb ist es bei winterlichen, trüben Verhältnissen ratsam auch am Tage das Fahrlicht einzuschalten.

    Verschmutzte, zugeschneite oder vereiste Scheinwerfer, Rück- und Blinkleuchten erfüllen ihren Zweck nicht mehr. Reinigen Sie deshalb vor Fahrtantritt und bei längeren Fahrten auch bei regelmäßigen Fahrtunterbrechungen und Pausen die lichttechnischen Einrichtungen Ihres Kraftfahrzeuges.

    · Befreien Sie auch die Motorhaube, das Dach und den Kofferraumdeckel Ihres Fahrzeugs vor Fahrtantritt von Schnee. Herabfallender Schnee und Eis gefährden den Nachfolgenden. Beim Bremsen gefährden Sie möglicherweise aber auch sich selbst, weil die Sicht erheblich beeinträchtigt werden kann.

    Säubern Sie die Scheiben Ihres Autos vollständig von Eis und Schnee. Es reicht nicht aus, ein kleines Guckloch auf der Windschutzscheibe frei zu kratzen. Dies ist nicht nur eine Verkehrsordnungswidrigkeit, sondern kann sich im Schadensfall negativ auf Schadensregulierung auswirken.

    Gewöhnen Sie sich insbesondere im Winter ein gleichmäßiges und vorsichtiges Fahrverhalten an. Kupplungs-, Gas- und Bremspedal sollten Sie mit sehr viel Gefühl bedienen.

    Stellen Sie sich auf deutlich längere Bremswege ein und orientieren Sie Ihre Geschwindigkeit daran.

    Fahren Sie vorausschauend um notwendige Bremsmanöver rechtzeitig einleiten zu können.

    Halten Sie zu Ihrem Vordermann deutlich mehr Abstand als bei sommerlichen Straßenverhältnissen.

    Vermeiden Sie ruckartige Lenkbewegungen auf eis- oder schneeglatten Straßen.

    Sollten Sie ins Schleudern kommen, versuchen Sie auszukuppeln und das Fahrzeug mit sanften Lenkbewegungen wieder unter Kontrolle zu bringen.

    Überprüfen Sie vor der Fahrt, ob sich in den Radkästen gefrorener Schnee angesammelt hat und entfernen Sie die Schneeklumpen gegebenenfalls, da dadurch die Lenkfähigkeit Ihres Fahrzeuges beeinträchtigt werden kann.

    Streusalzablagerungen auf den Bremsbelägen und Bremsscheiben können die Bremswirkung deutlich beeinträchtigen. Bremsen Sie deshalb gelegentlich, um die Salzschicht zu entfernen.

    · Viele Autos sind inzwischen mit Antiblockier-Systemen (ABS) oder Fahrdynamikreglern ausgerüstet. Lassen Sie sich dadurch nicht zu unvorsichtigerer Fahrweise animieren. Bedenken Sie, dass mit dieser Technik zwar ein bedeutender Schritt im Bereich der passiven Verkehrssicherheit geleistet wurde, dass aber auch die besten Sicherheitssysteme die physikalischen Gesetzmäßigkeiten nicht außer Kraft setzen können.

    · Tanken Sie rechtzeitig. Bei kalten Außentemperaturen verbraucht man im Stau mehr Kraftstoff für Heizung, Klimaanlage etc. Wenn Sie bereits im Stau stehen, ist es evtl. zu spät zum Nachtanken.

    Schaffen Sie - gerade bei starkem Schneefall und stockendem Verkehr - eine freie Gasse für Rettungs- und Winterdienstfahrzeuge.

    Ein wichtiger Ratschlag zum Schluss:
    Winterzeit ist auch Schnupfen-, Erkältungs- und Grippezeit. Wer z. B. mit einem grippalen Infekt kämpft, sollte sich nicht ans Steuer eines Autos setzen, weil er in diesem Zustand den Anforderungen des Straßenverkehrs häufig nicht mehr gewachsen ist. Schnupfen- und erkältungslindernde Medikamente haben oftmals eine dämpfende Wirkung auf den Organismus, so dass die Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt sein kann. Im Übrigen sollten die Autofahrer berücksichtigen, dass Medikamente in flüssiger Form häufig in erheblichen Mengen Alkohol enthalten.